„Im Prinzip haben die USA Europas Pharmapolitik verändert, ohne ein einziges deutsches Gesetz zu ändern“, sagt Dr. Roman Hipp, Senior Partner bei Porsche Consulting, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Das Handelsblatt berichtet aktuell über die Anpassung des Herstellerabschlags bei Arzneimitteln. Die Entscheidung schafft mehr Planungssicherheit für Pharmaunternehmen. Für den Standort Deutschland reicht das jedoch nicht aus.
Mit dem Herstellerabschlag müssen Pharmaunternehmen einen Teil ihrer Umsätze an die gesetzlichen Krankenkassen zurückzahlen. Ursprünglich sollte dieser Abschlag flexibel steigen können. Genau diese Dynamik wurde von vielen Unternehmen kritisiert, weil sie Investitionen in Produktion und Forschung schwer planbar macht. Nicht nur für Unternehmen aus Deutschland, sondern auch für internationale Pharmaunternehmen.
Hinzu kommt der internationale Druck. Die USA wollen niedrigere Arzneimittelpreise nicht länger mitfinanzieren und erhöhen damit den Druck auf die Preisgestaltung in Europa. Das verändert auch die Wettbewerbsbedingungen für den Pharmastandort Deutschland.
Der Kommentar von Helena Smolak im Handelsblatt ordnet die aktuellen Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf den Pharmastandort Deutschland ein.