Die europäische Automobilindustrie steht an einem Wendepunkt. Beim Automotive Day 2026 in Stuttgart brachte Porsche Consulting Entscheiderinnen und Entscheider entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette zusammen. Im Mittelpunkt stand die Diskussion, wie die europäische Automobilindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem sich verändernden globalen Umfeld stärken kann.
Dr. Michael Leiters, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, und Eberhard Weiblen, CEO von Porsche Consulting, eröffneten die Veranstaltung mit ihren Einschätzungen dazu, wie sich die aktuellen Herausforderungen bewältigen lassen. Geopolitische Verschiebungen und veränderte Marktdynamiken schaffen neue Rahmenbedingungen für Unternehmen der Branche. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck aus China, während Herausforderungen in den Lieferketten und regulatorische Anforderungen zusätzliche Komplexität mit sich bringen. Carsten Kahrs, Senior Partner bei Porsche Consulting, stimmte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine zugleich anspruchsvolle und chancenreiche Zukunft ein und ging auf die Frage ein, wie europäische Akteure der Automobilindustrie auf diese Veränderungen reagieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken können.
Imelda Labbé, Präsidentin des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), betonte, dass Wachstum zwar zurück sei, für Europa jedoch nicht mehr so leicht erreichbar wie in der Vergangenheit. Karsten Schnake, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw, hob die führende Rolle von Volkswagen bei der bevorstehenden Transformation hervor. Prof. Dr. Peter Laier, CEO von Forvia Hella, erläuterte, wie europäische Zulieferer ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern können. Johann Jungwirth, Executive Vice President Autonomous Vehicles bei Mobileye, beleuchtete die Rolle Europas bei Fahrerassistenzsystemen und Softwarelösungen für autonome Fahrzeuge.
Den Abschluss des Tages bildete eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Shrink or Shift: The Future of Europe’s Automotive Footprint“ mit Sonja Fritze, Vice President Resource Transformation bei Robert Bosch, Michael Hengstmann, Managing Partner bei Executive Interims Partners, und Maxim Hantsch-Kramskoj, President Strategy & Business Development bei Schaeffler. Die Diskussion zeigte unterschiedliche Perspektiven darauf, wie Unternehmen den strukturellen Wandel gestalten, ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Geschäftsfelder erschließen können.
Über alle Diskussionen hinweg kristallisierte sich eine zentrale Botschaft heraus: Technologie allein wird nicht ausreichen. Europas zukünftige Wettbewerbsfähigkeit erfordert eine schnellere Umsetzung, mehr Kostendisziplin, intensivere Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Transformation des gesamten automobilen Ökosystems.