China gewinnt zunehmend Einfluss auf die europäische Automobillieferkette. Das geschieht nicht nur durch den Export von Fahrzeugen, sondern auch durch Beteiligungen und Übernahmen von Unternehmen, die wichtige Komponenten für die Branche herstellen. Seit Mitte der 2000er-Jahre haben chinesische Unternehmen in mehr als 130 europäische Automobilzulieferer investiert, vor allem in Deutschland und Frankreich.
Die strategische Herausforderung geht dabei über reine Eigentumsverhältnisse hinaus: „Chinesische Übernahmen können erhebliche Risiken für die Lieferkette mit sich bringen, insbesondere dann, wenn ein akquirierter Zulieferer der einzige Lieferant kritischer Komponenten ist“, sagt Benjamin Bulander, Partner bei Porsche Consulting, im Gespräch mit der renommierten Wirtschafts- und Finanzzeitung Financial Times. Gleichzeitig sind europäische Automobilhersteller zunehmend auf chinesische Technologien und Kostenvorteile angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Für Entscheider in der europäischen Automobilindustrie lautet die zentrale Frage deshalb nicht einfach, wie sich die Abhängigkeit von China reduzieren lässt. Vielmehr geht es darum, die richtige Balance zwischen Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit, Zugang zu Technologien und Versorgungssicherheit zu finden.
Erfahren Sie mehr darüber, wie China die europäische Automobillieferkette verändert in der vollständigen Analyse der Financial Times (Paywall).
Lesen Sie außerdem die Porsche Consulting Studie „Automobilindustrie 2026 – Restrukturierung als Überlebensprinzip“, um mehr über die zentralen Ursachen der aktuellen Krise, die kritischen Erfolgsfaktoren sowie die strategischen Weichenstellungen zu erfahren, die die Automobilindustrie in Zukunft prägen werden.