Regers Mission: Er will schnellstmöglich „das menschliche Potenzial durch kognitive Robotik erweitern“. Und zwar mit dem Resultat, „die Arbeit sinnvoller und das Leben menschlicher zu machen“. Beispiele dafür sind Einsätze kognitiver Roboter in der industriellen Produktion genauso wie bei Geschäftsabläufen in der Verwaltung oder sogar bei alltäglichen Aufgaben in privaten Haushalten. Neura Robotics verspricht der Kundschaft: „Unsere Technologie passt sich an deine Arbeits- und Lebensweise an.“ Das Konzept dahinter: Die firmeneigene Künstliche Intelligenz „Aura“ soll humanoide Intelligenz von der Forschung direkt in die Realität bringen.
Sinne und Sensorhaut als Basisausstattung
Für den Blick auf die Realität betrat Neuras kognitiver Roboter mit dem außerirdisch anmutenden Namen 4NE1 („For Anyone“) auf der Fachmesse Automatica 2025 die Bühne in München. Gestaltet in Schwarzweiß, mit athletischem Körperbau. Bereits zu seiner Basisausstattung gehören nahezu „menschliche Sinne“, darunter sieben 3D-Kameras und die patentierte Omnisensor-Technologie. Mit dieser lassen sich Personen präzise von Objekten unterscheiden und erkennen. Damit passt sich der Roboter dynamisch seiner Umgebung an und ermöglicht kollaboratives Arbeiten mit Menschen ohne den sonst aus Sicherheitsgründen üblichen Schutzkäfig. 4NE1 ist fast so nahbar wie ein „echter Kollege“.
Die lernfähigen Hände erfüllen feinmotorische Aufgaben und prädestinieren 4NE1 sowohl für komplexe industrielle Tätigkeiten als auch für den Dienstleistungsbereich. Dank seiner leistungsstarken Gelenke hebt er laut Hersteller mühelos bis zu 100 Kilogramm schwere Lasten. Schaut man auf die Fingerspitzen von Kollege 4NE1, entdeckt man künstliche Haut. „Artificial Skin“ erkennt Berührungen bereits kurz vor dem physischen Kontakt mit der Sensorhaut. Laut Neura macht das Interaktionen mit Menschen sicherer und präziser. Und der intelligente Dual-Batterieantrieb garantiert einen pausenlosen Betrieb rund um die Uhr. 4NE1 soll vielseitig einsetzbar sein – beispielsweise in der Pharma-Produktion genauso wie in der Warenlogistik oder als Assistent in der Altenpflege. Die Investition in humanoide Roboter könnte sich für Arbeitgeber schnell amortisieren, denn die Einstiegspreise beginnen inzwischen bei 60.000 Euro je Exemplar.
5 Millionen Roboter bis 2030
„Als Neura sind wir nicht nur Pionier auf der Hardwareseite, sondern entwickeln auch die dahinterliegende Software und die Künstliche Intelligenz. Wir bauen hier, mitten in Europa, die nächste Evolutionsstufe der Robotik. Nicht als Science-Fiction, sondern für den Alltag von Millionen Menschen“, sagt David Reger und betont: „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, fünf Millionen Roboter bis 2030 auszuliefern – für Industrie, Dienstleistung und zuhause. Damit leisten wir für die Robotik, was das iPhone für das Smartphone getan hat.“