Egal ob große Messehallen, Einkaufszentren, Bürogebäude oder sensible Rechenzentren: Die Raumluft braucht gute Qualität und verlangt nach individueller Regelung der Temperatur. Neben der Physik gewinnen bei den „Raumlufttechnischen Anlagen“ (RLT) aber auch Betriebskosten und Aspekte der Nachhaltigkeit immer mehr Bedeutung. Das südwestdeutsche Unternehmen ebm-papst, spezialisiert auf Elektromotoren und Ventilatoren, gehört zu den Weltmarktführern der Branche und hat im Jahr 2022 in puncto Innovation ein deutliches Zeichen gesetzt: Das Unternehmen holte Stefan Bastian ins Haus. Anwendungsingenieur, IT-Spezialist, Industriekarriere – ein Mann mit dem Erfahrungsschatz mehrerer Jahrzehnte. Sein Auftrag: Als Geschäftsführer an der Spitze des unternehmenseigenen Start-ups ebm-papst neo mit ausgelagertem Sitz im Technologiezentrum der westdeutschen Stadt Dortmund soll er mit seinem Team Kühlsysteme in Gebäuden auf kompromisslose Effizienz trimmen.
50 Prozent weniger Energie
Den Status quo kennen die traditionsreichen Klima-Spezialisten aus Einblicken in der täglichen Praxis: Oft sind große Kühlsysteme historisch gewachsen und nicht optimal aufeinander abgestimmt. Häufig fehlt die dringend nötige Transparenz über Energieflüsse, und Optimierungspotenziale bleiben ungenutzt. Die Lösung: Bastian und seine kleine, schlagkräftige Gruppe aus Fachleuten haben die intelligente Software NEXAIRA entwickelt. Das Kunstwort steht für „The Next Era of Air Technology“ und dient zugleich als Formel für die Mission. Das digitale Ökosystem mit künstlicher Intelligenz an Bord soll dafür sorgen, dass Gebäudeklimasysteme mit Ventilatoren und Gateways von ebm-papst im Regelbetrieb bis zu 50 Prozent weniger Energie verbrauchen. Bastian erklärt das Prinzip: „Durch das intelligente Zusammenspiel aus hocheffizienten Ventilatoren und einer cloudbasierten, KI-gestützten Steuerung gelingt es mit unserer NEXAIRA-Plattform, die Energieeffizienz von Lüftungs- und Kühlsystemen zu steigern. Betriebszustände werden in Echtzeit analysiert und automatisch angepasst, sodass Anlagen bedarfsgerecht und energetisch optimal laufen. Das senkt den Energieverbrauch signifikant und reduziert CO₂-Emissionen.“