Spannend wird es bei den Projekten von der Max Bögl Wind AG bereits sechs bis zwölf Monate bevor die Turmmontagen in einem neuen Windpark beginnen: Baustellenbesichtigung, Bodenbeschaffenheit, Besonderheiten bei der Anlieferung. „Da gibt es sehr viele Themen, die schon weit im Voraus erledigt werden müssen“, sagt Udo Hiller, Zentralbereichsleiter Montage bei Max Bögl. „Industrielle Serienfertigung in der Bauindustrie bedeutet, so wenig Aufwand wie möglich am Montageort. Nur so können wir hohe Zuverlässigkeit gewährleisten.“ Hiller, Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur, hat schon viel gesehen. Als Spezialist für Sonderprojekte kümmerte er sich zuvor um komplizierte Brückenmontagen und innovative Fahrbahntechnologien für Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken.
„Von einer Standardbaustelle im Hochbau sind wir weit entfernt, wir brauchen einen extrem flüssigen Ablauf“, sagt Hiller. Die Max Bögl Wind AG betreibt eigene Montagelinien. Jede dieser Linien besteht aus einem Mobilkran, dem Montageteam und der operativen Bauleitung. „Das bedeutet, wir können an mehreren Türmen gleichzeitig arbeiten“, sagt Hiller. Für die Koordination setzt der Ingenieur auf ein hoch transparentes Multiprojektmanagement.