Herr Bilodeau, was haben Informationstechnologien mit Schneemobilen zu tun?
Stéphane Bilodeau: Viele Menschen verbinden uns in erster Linie mit Schneemobilen. Tatsächlich entwickeln, konstruieren, fertigen und vertreiben wir jedoch eine breite Palette von Freizeit- und Powersportfahrzeugen, darunter Can-Am-Side-by-Sides und -ATVs, See-Doo-Wasserfahrzeuge und -Pontonboote, Ski-Doo- und Lynx-Schneemobile sowie Elektromotorräder und dreirädrige Fahrzeuge der Marke Can-Am. Und wie jeder moderne Fahrzeughersteller wären auch wir ohne IT nicht handlungsfähig. Sie unterstützt sämtliche Unternehmensbereiche – von Design und Entwicklung über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Distribution. Tatsächlich ist die IT der einzige Funktionsbereich im Unternehmen, der jeden Mitarbeitenden an jedem einzelnen Arbeitstag permanent begleitet. Entsprechend wird die Wahrnehmung der IT stark davon geprägt, wie stabil und skalierbar unsere Systeme sind, wie schnell wir auf Anfragen reagieren, wie zuverlässig wir liefern, welche Risiken wir minimieren und zunehmend auch, wie schnell wir Innovationen vorantreiben. IT bedeutet für uns daher weit mehr, als nur den Betrieb von Schneemobilen zu unterstützen. Sie ist ein zentraler Bestandteil von allem, was wir tun.
Gehört dazu auch die IT-Hotline, bei der sich die Mitarbeitenden melden, wenn etwas nicht funktioniert?
Ja, ganz genau. Wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter beim Helpdesk anruft und 20 Minuten in der Warteschleife hängt oder wenn das Problem am anderen Ende nicht gelöst werden kann, spielt es keine Rolle, ob wir im Hintergrund die fortschrittlichste KI-Lösung oder das beste System eingeführt haben. Dieser Moment entscheidet darüber, wie wir wahrgenommen werden. Für die IT beginnt alles mit einer sehr einfachen Frage: Funktioniert alles? Wenn etwas nicht funktioniert, tritt alles andere in den Hintergrund. Dann kann sich unsere Rolle schnell wandeln: Wir werden dann nicht mehr so sehr für die Innovationen wahrgenommen, die wir vorantreiben, sondern vor allem für das, was nicht funktioniert.
Wie sieht „gute IT" aus?
Aus meiner Sicht ist eines der größten Komplimente für eine IT-Organisation, wenn sie als verlässlich wahrgenommen wird. Verlässlich in Bezug auf die Stabilität der Systeme, Servicequalität und erfolgreiche Umsetzung von Projekten. Wenn Projekte termingerecht, im vorgesehenen Budgetrahmen sowie in der erwarteten Qualität und dem angestrebten Mehrwert umgesetzt werden, dann entspricht das genau den Erwartungen des Unternehmens. Das ist die Grundlage, auf der alles aufbaut. Cybersicherheit ist ein gutes Beispiel dafür: Hacker müssen nur ein einziges Mal erfolgreich sein. Wir müssen immer erfolgreich sein.