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Bewegung statt Ruhestand

So arbeiten wir, wenn wir 100 Jahre alt werden.

Lynda Gratton: Die Britin, Jahrgang 1954, ist Professorin für Managementpraktiken an der London Business School. Sie leitet einen weltweit führenden Human-Ressources-Studiengang. Foto: Karl Attard

Wenn die britische Professorin Lynda Gratton über demografische Veränderungen spricht wie zum Beispiel beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, dann redet sie auch über Automatisierung. Denn: Für Gratton gehören Automatisierung und demografischer Wandel untrennbar zusammen. Beide sind aus ihrer Sicht ganz entscheidend für die Frage, welchen Platz Menschen künftig in der Arbeitsgesellschaft einnehmen können. „In Davos habe ich gemerkt“, resümiert Gratton, „dass das Thema der immer älter werdenden Beschäftigten langsam die Chefetagen erreicht.“ 

Unternehmen befinden sich nicht nur in einem klassischen Wettbewerbsumfeld, sondern zusätzlich mitten in der digitalen Transformation. Sie müssen effizient wirtschaften, gleichzeitig aber flexibel und agil bleiben, um innovativ sein zu können. Gefordert ist ein wettbewerbsfähiges „High Performance Enterprise“. Und das, obwohl es massiv an Fachkräften mangelt und die Belegschaften altern. 

Wer in den entwickelten Ländern nach 1997 geboren wurde, kann inzwischen mehr als 100 Jahre alt werden – zumindest laut Statistik. Gleichzeitig kommen immer weniger Kinder auf die Welt. In Japan ist bereits zu sehen, wohin das führt: Die hohe Lebenserwartung von fast 84 Jahren und die gleichzeitig geringe Geburtenrate von 1,4 Kindern pro Frau bereiten dem überalterten Land riesige Probleme. Noch liegt das Rentenalter in Japan bei 65 Jahren, doch die Regierung plant längst, auch Menschen im Rentenalter erwerbstätig sein zu lassen.

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