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Frisches Blut für den Maschinenbau

Gezielte Zukäufe könnten die Innovationskraft steigern.

Auf der Suche nach zusätzlicher Innovationskraft kaufen viele Unternehmen kleine spezialisierte Firmen oder junge Start-ups. Ebenso beliebt sind Beteiligungen, schreiben die Autoren Volker Haaß und Jürgen Hoffmann im Mittelstandsmagazin „Unternehmeredition“. Vielen Betrieben sei durch die Diskussionen über Zukunftsthemen wie autonomes Fahren, digitales Marketing, E-Commerce oder Internet der Dinge klar geworden, dass es ihnen an Technologien und Menschen fehle, die man für die Transformation benötige. 

Nachholbedarf bei solchen Akquisen und M&A-Aktivitäten hat offenbar der deutsche Maschinen- und Anlagenbau. Das ergibt eine Studie der Managementberatung Porsche Consulting. Danach hatten in den Jahren von 2010 bis 2018 in der Industriegüter-Branche lediglich neun Prozent der rund 630 Akquisitionen einen „klaren digitalen Zweck“. Bei diesen 58 Transaktionen ging es den Käufern im Einzelnen um Technologien für Datenverarbeitung, Datensammlung, Datenaggregation und -speicherung sowie datenbasierte Automation, etwa durch künstliche Intelligenz. Experte Sebastian Lemm, Associate Partner bei Porsche Consulting, weckt aber Hoffnung: „Der Anteil von M&A-Transaktionen mit Fokus auf Technologie und Assets steigt von Jahr zu Jahr.“


„Neue Kauflust aufs Digitale“
Quelle: Unternehmeredition, 4/2019