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Technologie versus Pandemie

Digitale Lösungen sind zentral für Nestlés Antwort auf Covid‐19.

Filippo Catalano hat als Chief Information Officer von Nestlé die digitalen Fäden des Konzerns in der Hand. In der Coronakrise hat sich gute Vorbereitung ausgezahlt. Foto: François Wavre/lund13

Die ersten Anzeichen der heraufkommenden Krise bemerkte Filippo Catalano Anfang Januar 2020, als das Personal von Nestlé vor Ort in China versuchte, rasch auf Berichte über eine ansteckende Krankheit zu reagieren, die sich in der Stadt Wuhan ausbreitete. Doch von der schnellen Ausbreitung der Krankheit nach Europa und darüber hinaus wurde auch der Chief Information Officer überrascht. „Wir hatten einen gewissen Vorsprung, weil wir sahen, was unser Team in China unternahm“, meint Catalano. „Aber am Anfang ahnte niemand, dass dies einen globalen Fußabdruck hinterlassen würde.“ Zwei Monate später war Catalano in Norditalien im Skiurlaub, als erste Berichte über steigende Covid‐19-Fallzahlen in der Region in den Nachrichten auftauchten. Zu der Zeit, als er wieder nach Hause in die Schweiz zurückkehrte, wurden Reisende, die von dort zurückkamen, unter Quarantäne gestellt. Catalano war keine Ausnahme. „Unsere gesamte Reaktion auf den Ausbruch des Coronavirus erfolgte virtuell und auf Distanz“, erklärt Catalano. Bis Ende Juni hatte er bereits mehr als drei Monate im Homeoffice verbracht.

Von zu Hause aus, ganz in der Nähe der Nestlé-Zentrale in Lausanne in der französischsprachigen Schweiz, steuerte Catalano die digitalen Abläufe des 90 Milliarden Schweizer Franken schweren Unternehmens inmitten einer Krise. Die Herausforderungen waren gewaltig. Catalano und sein Team strukturierten die Datenflüsse neu, um in Echtzeit auf sich wandelnde Verbraucherpräferenzen zu reagieren, richteten Tools ein, um Veränderungen der Lieferketten vorherzusagen, und dachten neu über ihre Werke nach, um sich auf die Reisebeschränkungen einzustellen. Aber bevor all das passieren konnte, mussten Catalano und sein Team das global tätige Unternehmen mit fast 300.000 Mitarbeitern, 2.000 Marken und mehr als 400 Werken und Niederlassungen in 170 Ländern quasi über Nacht auf die Arbeit aus dem Homeoffice umstellen. „Als klar wurde, dass der Ausbruch über China hinausgehen würde“, sagt er, „war unsere oberste Priorität, das Unternehmen betriebsfähig zu halten.“

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