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Porsche Consulting DAS MAGAZIN
 Joggen am Morgen. Rad fahren am Wochenende. Bewegung entspannt, macht den Kopf frei für neue Ideen. Vielleicht geht es Ihnen auch so. Bewegung ist aber auch Mobilität. Für Dienstreisen nutze ich das Auto, die Bahn oder Linien-
flugzeuge. Ich schaue gern nach draußen. Beim Fliegen faszi- nieren mich Start und Landung. Manchmal, wenn ich im Anflug eine große Stadt von oben betrachte, frage ich mich: Wie wer- den eigentlich morgen das Leben und die Arbeit dort unten aus- sehen? Wie werden wir uns künftig fortbewegen? Lande ich bald in einer anderen Welt? Damit beschäftigen wir uns in die- sem Magazin – mit den Schwerpunkten „Stadt der Zukunft“ und „Mobilität der Zukunft“.
Klar, Fußgänger und Jogger wird es weiterhin geben. Die körperliche Bewegung, die schließlich zu unserem Wohlbefin- den beiträgt, soll uns niemand nehmen. Aber wie sieht es mit den Verkehrsmitteln in der Stadt der Zukunft aus? Brauchen wir noch Fahrer, Lokführer, Piloten? Wenn autonomes Fahren Park- häuser überflüssig macht, werden dann aus Großgaragen drin- gend benötigte City-Wohnungen? Was wird aus den Büroflä- chen, wenn Berufstätige im Homeoffice arbeiten? Wollen wir in der Stadt der Zukunft auf den Einzelhandel verzichten, weil wir nur noch online shoppen?
Mit solchen Fragen ließe sich ein ganzer Abend füllen. Ver- gleicht man die technologischen Innovationen, insbesondere durch die Digitalisierung, mit unserem heutigen Leben, dann er- geben sich scheinbar unendlich viele Möglichkeiten, nahezu je- den Prozess neu zu gestalten. Einiges wird sogar überflüssig – wie der Fahrkartenautomat, den die App abgelöst hat.
Alles ist in Bewegung, aber nicht nur physisch. Die reale Welt wird erweitert durch die virtuelle Umgebung, die längst schon jeden von uns erreicht hat. Extrem kurze Entwicklungszeiten, gerade bei digitalen Produkten, beschleunigen das Tempo der Veränderung. Und jede gute Idee hat die Chance auf schnelle Umsetzung. Doch das reicht nicht. Mir geht es so: Ich sehe
viele gute Einzellösungen, aber noch zu wenig Gesamtkonzepte. Wenn wir die Marktbeherrschung nicht wenigen globalen Mono- polisten allein überlassen wollen, wird es jetzt Zeit, das Gesamt- bild zu zeichnen – oder zumindest eine Vorstellung davon zu entwickeln. Woran es bei allem Fortschritt noch fehlt, das sind übergeordnete Systeme, bei denen die Zahnräder ineinander- greifen wie bei einem analogen Uhrwerk.
Die große Transformation, die schon begonnen hat, bedeu- tet für Industrie und Wirtschaft, in neuen Dimensionen und in neuen Strukturen zu denken. In diesen Netzwerken werden Auf- gaben und Rollen neu verteilt. Auch die des Menschen, dessen Berufsbild sich genauso verändern wird wie sein Leben über- haupt. Alles ist in Bewegung. Manches darf aber auch bleiben – das Joggen am Morgen zum Beispiel.
Viel Freude beim Lesen dieses Magazins wünscht Ihnen
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