In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Changement erläutert Matthias Baum, Partner bei Porsche Consulting, warum der Erfolg der Energiewende weniger von Technologie oder Kapital abhängt als von der Fähigkeit, industrielle Kapazitäten schnell und zuverlässig zu skalieren.
Die Ausbauziele für erneuerbare Energien und Netzinfrastruktur sind definiert und die Investitionen eingeplant. Gleichzeitig sind zentrale Komponenten der elektrischen Infrastruktur und Netzanbindung von Onshore- und Offshore-Windparks nicht verfügbar. Das zieht steigende Lieferzeiten für etwa Transformatoren und Kabel nach sich und sorgt dafür, dass die Energiewende und Digitalisierung um dieselben knappen Ressourcen konkurrieren. Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Energieindustrie vielerorts noch mit individuellen Lösungen statt skalierbaren Standards arbeitet.
Um Geschwindigkeit, Skalierung und Wirtschaftlichkeit in der Energiewende zu erreichen, ist es notwendig, dass die Branche stärker auf Produktisierung, Standardisierung und Industrialisierung setzt. Nur wenn Betreiber, Hersteller und weitere Marktteilnehmer gemeinsame Standards etablieren, lassen sich die ambitionierten Ziele langfristig und bezahlbar umsetzen.
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