Der AI Impact Award von manager magazin und Porsche Consulting zeichnet Unternehmen aus, die Künstliche Intelligenz erfolgreich und wirksam in der Praxis einsetzen. Der Award macht Anwendungen sichtbar, die echten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
Die Otto Group ist für den AI Impact Award 2026 nominiert in der Kategorie Organisation und Administration. In dieser Kategorie werden Lösungen ausgezeichnet, die administrative Abläufe von Finanzen über Personal, IT und Einkauf bis hin zum Vertrieb mittels KI effizienter gestalten. Im Kurzinterview erläutert Marcus Müller, Business Development Otto Group one.O, vor welchen Herausforderungen das Team stand, wie der KI-gestützte Ansatz entwickelt wurde und welche Ergebnisse heute sichtbar sind.
Herr Müller, Bilder mit KI-Unterstützung zu generieren ist heute gängige Praxis. Was waren die Hürden bei der Nutzung in der Modelfotografie?
Marcus Müller: Die Herausforderung war nicht, einzelne KI-Bilder zu erzeugen, sondern große Bildmengen in verlässlicher Otto-Qualität automatisiert zu produzieren. Im E-Commerce müssen Produktdarstellung, Bildqualität und Markenkonformität jederzeit stimmen – und das, bei hohem Volumen und schneller Markteinführungszeit. Gleichzeitig ist der Markt von einer Flut neuer KI-Tools geprägt, deren Ergebnisse oft uneinheitlich sind. Hinzu kommen gesellschaftliche Erwartungen: KI-Content muss verantwortungsvoll, stereotypenfrei und vertrauenswürdig sein. Deshalb haben wir eine Plattform mit kuratierten KI-Tools aufgebaut und eine automatisierte, wissenschaftliche Verifizierung integriert. So wird Skalierung möglich, ohne beim Qualitäts- und Markenanspruch Kompromisse einzugehen.