Neue Schule in 12 Wochen

Aus Modulen fügt das deutsche Bauunternehmen Kleusberg in Rekordzeit komplette Gebäude zusammen

27.05.2024 | Porsche Consulting – Das Magazin

Möglich wird das durch den sogenannten Schulbaukasten, den Kleusberg gemeinsam mit den Beraterinnen und Beratern von Porsche Consulting entwickelt hat. Die Idee dahinter: Schulen sollen in Zukunft – technisch gesehen – nicht mehr als Unikate geplant und gebaut werden, sondern sich einfach aus standardisierten Modulsegmenten konfigurieren lassen. Damit geht Kleusberg einen entscheidenden Schritt über den bereits seit Jahrzehnten etablierten Modulbau hinaus: Aus dem Projekt- wird künftig ein Produktgeschäft. Bauträger können sich neue Schulen dank des Baukastenprinzips aus einem Online-Konfigurator aussuchen und in Auftrag geben – und das, ohne Abstriche bei den Gestaltungsmöglichkeiten machen zu müssen. Alle Anforderungen an die verschiedenen Funktionen einer Schule wurden von Kleusberg während der Produktentwicklung berücksichtigt. „Wir arbeiten mit 44 vordefinierten Modulsegmenten, mit denen wir fast jede denkbare Konfiguration realisieren können. Das macht es uns möglich, jede Schule trotz Standardisierung exakt an die Wünsche unserer Auftraggeber anzupassen”, erklärt Kleusberg-Geschäftsführer und Architekt Oliver Hartmann.

Vor Ort auf der Baustelle werden die Module des Schulbaukastens zum Schulgebäude zusammengesetzt. Im Wesentlichen per „Plug-and-Play“, weil Rohre und elektrische Leitungen schon verlegt sind und nur noch miteinander verbunden werden müssen. „Wegen des hohen Vorfertigungsgrades fällt vor Ort viel weniger Arbeit an“, sagt Jonas Beuth, Leiter Produktentwicklung bei Kleusberg. „Dort kümmern wir uns vor allem um die Flurbereiche, die Modulstöße in den Klassenzimmern, die Fassade und das Dach.“ Die serielle Fertigung spart aber nicht nur Zeit: auch die Baukosten lassen sich um rund 15 Prozent senken und Qualitätsprobleme durch kontrollierte Bedingungen im Werk vermeiden.

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