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Designerin Anne Schiefelbein: Papier und Photoshop

Eine Fotoausstellung in der renommierten C/O Galerie in Berlin. Ein Trip nach Italien. Ein neues Buch über Architektur. „Inspiration finde ich überall in meinem Leben“, sagt Anne Schiefelbein. Inspiration, die die Diplom-Designerin jeden Tag aufs Neue für ihren Beruf braucht. Als Grafikerin bei Porsche Consulting entwirft sie unter anderem Layouts für die Online-Kommunikation und erstellt Präsentationen für externe Kunden. Und die seien sehr anspruchsvoll, erzählt sie: „Unsere Klienten sind überwiegend Vorstände und Topmanager, da muss jedes Detail stimmen. Trotzdem ist die Zusammenarbeit mit den Berater-Kollegen locker.“

Zuvor hatte Schiefelbein vier Jahre als Art Director in einer Berliner Kommunikationsagentur gearbeitet. Für den Wechsel auf die Unternehmensseite entschied sie sich bewusst: „Ich mag es außergewöhnlich. Und hier ist jeder Tag wie eine Pralinenschachtel – eine köstliche Mischung mit vielen Überraschungen.“ Aufgewachsen ist die Wahlstuttgarterin an der Mecklenburgischen Ostseeküste, nahe der Insel Usedom. Schon als Kind wollte Schiefelbein Designerin werden. In ihrer Freizeit besuchte sie häufig ihre Mutter – eine gelernte Schriftsetzerin – in der Druckerei und schaute ihr bei der Erstellung von Büchern, Zeitungen und Katalogen über die Schulter. Später verdiente sie sich dort während der Ferien ihr Taschengeld: „Dadurch bekam ich früh ein Auge für Satz und Detailtypographie. Das hat mir bei meiner Bewerbung an der Universität der Künste in Berlin unheimlich geholfen.“ Mit ihrer Mappe, einer Mischung aus Fotografien und handgefertigten Zeichnungen, überzeugte sie die Auswahlkommission einer der renommiertesten Adressen für Design in Europa bereits im ersten Anlauf.

Im Job geht es heute eher digital zu. Trotz Photoshop und Gestaltung am Computer bringt sie ihre Ideen meist erstmal aufs Papier. Schließlich sei es das Material, mit dem sie damals ihre Gestalterlaufbahn begann – und wovon sie noch immer fasziniert ist: „Wenn ich an einem Sonntagmorgen die frisch gedruckte Zeitung in der Hand halte und das knisternde Papier beim Umblättern höre, dann ist das Luxus für mich.“