Der AI Impact Award von manager magazin und Porsche Consulting zeichnet Unternehmen aus, die Künstliche Intelligenz erfolgreich und wirksam in der Praxis einsetzen. Der Award macht Anwendungen sichtbar, die echten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
Rehau ist für den AI Impact Award 2026 nominiert in der Kategorie Organisation und Administration. In dieser Kategorie werden Lösungen ausgezeichnet, die administrative Abläufe von Finanzen über Personal, IT und Einkauf bis hin zum Vertrieb mittels KI effizienter gestalten. Im Kurzinterview erläutert Einkaufschef Lasse Fehl, wie der KI-gestützte Ansatz entwickelt wurde und welche Ergebnisse heute sichtbar sind.
Herr Fehl, vor welchen Herausforderungen steht man, wenn man versucht den kompletten Einkaufsprozess eines Unternehmens umzukrempeln?
Lasse Fehl: Die größte Herausforderung war, den Einkauf wirklich ganzheitlich neu zu denken: Weg von gewachsenen Einzellösungen hin zu einem globalen End‑to‑End‑Prozess. Dabei geht es nicht nur um IT, sondern vor allem um Datenqualität, Akzeptanz und Change-Management. Ziel war der Wandel vom reaktiven „Caretaker“ zum strategischen Partner.
Zum Handeln gehören immer zwei Seiten: Gab es bei der Umsetzung nicht Probleme mit den Schnittstellen zu den Geschäftspartnern?
Nein, echte Probleme gab es nicht. Wichtig war, die Komplexität nicht auf Lieferanten abzuwälzen. Sie kommunizieren weiterhin über bekannte Kanäle wie E‑Mail, während KI‑Agenten die Prozesse im Hintergrund steuern. Das hat die Zusammenarbeit deutlich vereinfacht und die Akzeptanz erhöht.