Einmal Zurich, immer Zurich
Wie wichtig ist die Atmosphäre am Arbeitsplatz, um bei der Personalsuche als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden? „Die Höhe des Gehalts steht weiterhin an erster Stelle. Doch dicht dahinter folgen Atmosphäre und Flexibilität“, sagt Schöpe. Und für die Glaubwürdigkeit bei Bewerbenden setzt der Vorstand wiederum auf die überzeugende Wirkung seines Stammpersonals: Mitarbeitende, die durch Empfehlungen bei externen Neueinstellungen unterstützen, erhalten bei Zurich im Erfolgsfall 2000 Euro Prämie. Das klappt vorzüglich. „Inzwischen resultieren 40 Prozent unserer Neueinstellungen aus Empfehlungen der Mitarbeitenden“, sagt Schöpe. Und offenbar bleiben Menschen, die sich für Zurich entschieden haben, dem Arbeitgeber gern treu. Die Fluktuationsquote liegt, laut Schöpe, bei gerade einmal 2,5 Prozent (Basis: Voluntary Turnover).
Dennoch sieht auch Schöpe: „Der Arbeitsmarkt ist insgesamt schwieriger geworden. Deshalb habe ich unsere Recruiting-Abteilung deutlich verstärkt – quantitativ wie qualitativ.“ Gesucht werden, wie so oft bei Finanzdienstleistern, ausgewiesene Fachkräfte mit Spezialfähigkeiten in Mathematik, im Steuerwesen oder im Dynamic Pricing. Und natürlich sind weiterhin IT-Fachleute höchst gefragt. „Da“, sagt Schöpe, „nehmen wir einen Nachteil bewusst in Kauf: Wir bieten in der IT nicht 100 Prozent Homeoffice an, obwohl das häufig die erste Frage im Bewerbungsgespräch ist.“ Der Grund: „Ich möchte nicht, dass wir in einem virtuellen Unternehmen arbeiten. Dass wir uns persönlich treffen, macht auch einen Teil unserer Kultur aus“, sagt Schöpe. Seine Überzeugung: „Das Miteinander am Arbeitsplatz ist der Kitt, den wir als soziale Wesen für den Zusammenhalt brauchen.“ Schließlich lebe die Reputation des Unternehmens davon, dass möglichst viele Mitarbeitende sagen: „Ich bin Zurich. Und darauf bin ich stolz.“