Offenheit prägt die neue Chip-Kultur

Wie die Versorgung mit Halbleitern in Zukunft sichergestellt werden kann.

12.08.2022 | Porsche Consulting – Das Magazin

Jahrzehntelang war die Automobilproduktion bekannt für stabile Lieferprozesse. In jedem Fahrzeug sind Tausende von Komponenten verbaut, die weltweit von Hunderten Zulieferern gefertigt werden – und jedes einzelne Bauteil war pünktlich am Montageband zur Stelle, wenn es gebraucht wurde.

Im Jahr 2021 rissen plötzlich die sonst so robusten Zulieferketten. Schuld daran tragen ausgerechnet die Bauteile, denen künftig eine Schlüsselrolle für die Funktionen der Autos und auch für den Markenkern der Hersteller zukommt: die Halbleiter. Weil sie nach wie vor fehlen, können Fahrzeuge nicht oder nur mit Verzögerung fertiggestellt werden.

Wie begegnet die Branche diesem Problem? „Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel im Lieferantenmanagement: Das Modell der Zusammenarbeit zwischen Autoherstellern, First und Second Tier und Halbleiterherstellern wird sich grundlegend ändern. Die Autohersteller müssen und werden sich stärker einbringen, auch angesichts des Wettbewerbs mit anderen Branchen“, sagt Dr. Hagen Radowski, IT-Experte und Senior Partner bei Porsche Consulting. Wie wird das konkret aussehen? Ein Beispiel: „Mehrere europäische Automobilhersteller und Automobilzulieferer haben die Informationsplattform Catena‑X gegründet, um ihre Lieferketten transparenter zu machen und ihren mittel- bis langfristigen Bedarf an den einzelnen Halbleiterprodukten zu kommunizieren. Daran können sich die Chiphersteller orientieren und ihre Produktionsplanung am Bedarf ausrichten.“ Zum Paradigmenwechsel gehören also auch Offenheit, Transparenz unter Wettbewerbern und verstärkte Zusammenarbeit. Reine Konkurrenz hilft da nicht weiter.

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